Monday, January 30, 2023
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Fast jeder fünfte Jugendliche betroffen

Schüler sind immer mehr von Cybermobbing bedroht: Laut einer aktuellen Studie trifft es jeden fünften Jugendlichen. Und die Zahlen steigen.

Cybermobbing ist unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet: Mehr als 1,8 Millionen der Schülerinnen und Schüler (16,7 Prozent) sind davon betroffen, das zeigt die in Berlin vorgestellte Studie “Cyberlife IV – Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern”.

Im Jahr 2017 lag der Wert nach Angaben des Bündnisses gegen Cybermobbing noch bei 12,7 Prozent.

Die Ergebnisse zeigen, dass Cybermobbing sich zu einem dauerhaften Problem an Schulen und im privaten Umfeld der Kinder und Jugendlichen entwickelt hat.

Uwe Leest, Bündnis gegen Cybermobbing

Die Folgen würden unterschätzt, die Täterinnen und Täter müssten mit keinen Konsequenzen rechnen, beklagt Uwe Leest, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses gegen Cybermobbing.

Verschärfung durch Corona

Die Corona-Pandemie hat demnach das Problem verschärft. So gaben rund sieben von zehn Schülerinnen und Schülern an (65 Prozent), dass Cybermobbing seit Corona zugenommen habe. Ähnlich sehen es die Eltern sowie die Lehrerinnen und Lehrer mit jeweils 46 Prozent.

"37° Cybermobbing - Angriff aus dem Netz": Lijana Kaggwa, eine junge Frau mit schwarzen, gelockten Haaren sitzt auf einem Stuhl und hält ein Handy in beiden Händen. Im Hintergrund ist eine Couch zu sehen.

Cybermobbing, das ist das absichtliche Beleidigen, Bedrohen oder Belästigen im Internet. Die Zahlen erschrecken: Zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind Opfer.

Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), erklärte, durch Homeschooling und Kontaktbeschränkungen in der Pandemie hätten Kinder und Jugendliche noch mehr Zeit im Netz verbracht. “Somit werden auch Konflikte häufiger über das Internet ausgetragen.”

Massive gesundheitliche Folgen möglich

Cybermobbing belaste die Psyche und könne gravierende gesundheitliche Folgen haben. Zu körperlichen Beschwerden wie Kopf- oder Magenschmerzen kämen Angst- und Schlafstörungen sowie Niedergeschlagenheit oder Depressionen hinzu, sagte der Chef der größten Krankenkasse in Deutschland.

Jeder sechste Minderjährige (15 Prozent) habe aus Verzweiflung schon mal zu Alkohol, Tabletten oder Drogen gegriffen. Fast jeder vierte Betroffene äußere Suizidgedanken (24 Prozent).

Bündnis will bessere Präventionsarbeit

Um Cybermobbing entgegenzutreten, forderte das Bündnis, Präventionsarbeit gegen diese Form der Gewalt zu verstärken. Kinder müssten den “sozialen Umgang im Internet” lernen. Wünschenswert wären außerdem flächendeckende Mobbingberatungsstellen sowie anonyme Hotlines, an die sich Hilfesuchende wenden können.

Für die Studie hat das Bündnis Cybermobbing e.V. in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse von Mai bis Juli 355 Lehrerinnen und Lehrer, 1.053 Eltern und 3.011 Schülerinnen und Schüler bundesweit online befragt.

Das 2011 gegründete Bündnis gegen Cybermobbing ist nach eigenen Angaben ein Netzwerk von Eltern, Pädagoginnen, Juristen, Medizinern und Forscherinnen. Das Bündnis klärt über Cybermobbing auf und bietet Betroffenen Hilfe im Internet an.

PUR+ - Cyber-Mobbing

Wehrt euch gegen Cybermobbing!Beitragslänge.

Quelle: ZDF

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